Feuerschutzvorhang mit Zulassung für bahngebundene Förderanlagen?

September

05

2011

Nein! Zulassung nicht ausreichend

 

Nach Aussage des Deutschen Instituts für Bautechnik Berlin, sind Feuerschutzvorhänge keine Feuerschutzabschlüsse.

Information vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), Berlin

 

Da Feuerschutzabschlüsse im Zuge von bahngebundenen Förderanlagen (FAA), in Deutschland klassifiziert in T90 bzw. EI90, spezielle Feuerschutzabschlüsse mit erhöhten Anforderungen sind, ist eine Eignung für die allgemeine Anwendung somit auszuschließen.

 

Das Deutsche Institut für Bautechnik Berlin (DIBt) hat Richtlinien für die Ausstellung von allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für Feuerschutzvorhänge erarbeitet. Hier ein Textbeitrag zu diesem Thema:

Aktuelles_Ref_III_3_5.pdf

 

Bereits im Jahr 2000 wurde von Herrn Dr. MINGYI WANG aus Sicht der Versicherungswirtschaft, hier dem GVD bzw. VdS, Stellung bezogen.

Vorhang MINGYI WANG.pdf

 

Zusammenfassung vom DIBt-Text:

... "Feuerschutzvorhänge erfüllen nicht die bauaufsichtlichen Anforderungen, die an Feuerschutzabschlüsse gestellt werden; es sind keine Feuerschutzabschlüsse, sie weichen von den Anforderungen ab und können deshalb auch nicht wie Feuerschutzabschlüsse klassifiziert werden. &Umuml;ber die Zulässigkeit ihrer Verwendung hat die zuständige Bauaufsichtsbehörde zu entscheiden." ...

 

In Stichpunkten:

  • Feuerschutzvorhänge verhindern eine gewisse Zeit den Flammen- und Brandgasdurchtritt.

  • Sie verhindern nicht den Durchtritt von Wärme. Fördergut könnte nicht direkt vor oder hinter dem FAA parken.

  • Eine Klassifizierung in z.B. T90 oder EI90 ist nicht möglich.

  • Bei der Dauerfunktionsbeständigkeit werden nur 10.000 Zyklen verlangt - (FAA 200.000).

 

Achtung!

Um eine spätere baurechtliche und versicherungstechnische Nichtanerkennung auszuschließen, was in der Regel eine Verweigerung der Bauabnahme durch die Behörden zur Folge hat, sollte vor dem Einsatz eines Feuerschutzvorhangs unbedingt die komplette allgemeine bauaufsichtliche Zulassung gelesen werden und eine Prüfung erfolgen, ob das Produkt für den vorgesehenen Einsatzfall wirklich geeignet ist.

Bei geringsten Zweifeln, sollte unbedingt im Vorfeld ein Sachverständiger des VdS Köln konsultiert werden.

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